·

2026 ist entscheidend für Deutschlands Energiezukunft

2026 bringt EEG-Novelle und Gebäudemodernisierungsgesetz. Jetzt entscheiden sich Deutschlands Energiezukunft und neue Geschäftschancen.

2026 ist entscheidend für Deutschlands Energiezukunft
Lässt sich das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 noch erreichen? Es ist zwar gesetzlich verankert, doch es braucht entschlossene Maßnahmen, um dorthin zu gelangen. Die politischen Entscheidungen der kommenden Monate werden das Energiesystem für die nächsten Jahrzehnte prägen. Deshalb sieht der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) 2026 als kritisches Jahr.
Zwei Reformprojekte stehen im Mittelpunkt:
·         die Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).
·         die Einführung eines völlig neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes, dass das bestehende Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzen soll.

Reformation des EEG – Geschäftskunden könnten profitieren

Das deutsche Stromsystem hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs stammte 2025 aus regenerativen Quellen und die Tendenz ist steigend. Die geplante EEG-Reform muss den veränderten Bedingungen gerecht werden.
Für Unternehmen könnte sich daraus eine konkrete Perspektive ergeben. Wer seinen Stromverbrauch intelligent steuern und an die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie anpassen kann, könnte künftig stärker profitieren.
Entscheidend bleibt nach wie vor der Netzanschluss. Kürzere Genehmigungsverfahren und reduzierte Bürokratie sind unerlässlich, um eigene Erzeugungsanlagen, Speichersysteme oder flexible Verbraucher anzuschließen. Der Zugang zu dezentralen Energielösungen könnte damit für mittelständische Unternehmen praktikabler werden.

Neues Gebäudemodernisierungsgesetz muss Rechtssicherheit bieten

Das bisherige GEG soll durch ein umfassendes Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt werden. Diese Reform schafft die Basis für langfristige Investitionsentscheidungen im Gebäudebereich. Unternehmen, die Betriebsimmobilien modernisieren oder neu errichten, aber auch Privatpersonen könnten damit endlich eine verlässliche Planungsgrundlage für Heiztechnologien erhalten.
Über zwei Drittel aller 2025 errichteten Neubauten nutzen bereits Wärmepumpentechnologie. Kommunale Wärmeplanungen zeigen flächendeckend den Abschied von fossilen Energieträgern. Diesen Trend muss die Politik unterstützen, anstatt ihn auszubremsen.
Wer heute noch auf Gas- oder Ölheizungen setzt, investiert in eine auslaufende Technologie mit steigenden Betriebskosten und zunehmendem regulatorischem Risiko.

Kraftwerkskapazitäten: Speicher sind die bessere Alternative

Anstatt auf fossile Reservekraftwerke zu setzen, sollte die Bundesregierung ihr Augenmerk auf bereits verfügbare Alternativen richten. Speichertechnologien und steuerbare erneuerbare Erzeugungsanlagen können schon im laufenden Jahrzehnt einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.
Großspeicher bilden das Fundament dieser neuen Systemarchitektur. Sie gleichen Schwankungen aus, erhöhen die Netzstabilität und ermöglichen eine höhere Produktion erneuerbarer Energien. Die Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffmärkten mit volatilen Preisen werden signifikant reduziert.

Handlungsappell an die Bundesregierung

Die technologischen Lösungen existieren bereits. Wärmepumpen sind marktreif, Speichersysteme verfügbar, erneuerbare Erzeugungsanlagen einsatzbereit. Was fehlt, ist der politische Rahmen, der diese Technologien systematisch zur ersten Wahl macht.
Unsere Forderung: Die Bundesregierung muss jetzt handeln. Verabschieden Sie die EEG-Novelle zeitnah und schaffen Sie damit Planungssicherheit für Investoren. Implementieren Sie das Gebäudemodernisierungsgesetz mit klaren, langfristig verlässlichen Vorgaben. Vermeiden Sie kostspielige Investitionen in fossile Übergangstechnologien, die in wenigen Jahren überflüssig sein werden. Deutschland braucht eine Energiepolitik, die Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz verbindet und nicht gegeneinander ausspielt.
Bild von kalhh auf Pixabay