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Gasheizung und CO2-Bepreisung 2026: Unternehmen sollten jetzt handeln
CO2-Preis 2026 erneut gestiegen: Gas wird als Heizquelle für Unternehmen zunehmend zum Kostenrisiko. Erfahren Sie, welche Optionen es gibt.

Seit dem 1. Januar 2026 ist Heizen mit Gas erneut teurer geworden. Der Grund dafür ist die CO2-Bepreisung in Deutschland, denn dadurch bewegt sich der CO2-Preis erstmals in einer Preisspanne von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Für Unternehmen mit gasbeheizten Gewerbeimmobilien ist das mehr als eine Randnotiz in der Nebenkostenabrechnung. Wir empfehlen, die eigene Energiestrategie auf den Prüfstand zu stellen.
Die CO2-Preisentwicklung seit 2021
Die CO2-Bepreisung wurde 2021 eingeführt, um Gas als fossilen Energieträger teuer und damit unattraktiver zu machen. Auf diese Weise soll die Reduktion von klimaschädlichen Emissionen gefördert werden. In der ersten Stufe im Jahr 2021 betrug der CO2-Preis pro Tonne 25 Euro. Nach einer stetigen jährlichen Erhöhung sind wir im vergangenen Jahr in der letzten Stufe des nationalen Festpreissystems angekommen. Seit dem 01.01.2026 wird der Preis erstmals über die Versteigerung von Emissionszertifikaten ermittelt, er entsteht also marktbasiert, wobei es in diesem Jahr noch einen politisch festgelegten Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO2 gibt. Je nach Nachfrage bei den Auktionen kann die CO2-Abgabe bei Erdgas nun bis zu 1,55 Cent brutto pro Kilowattstunde betragen. Diese Summen kommen zu den ohnehin schwankenden Beschaffungskosten für Erdgas hinzu.
Ab 2028 kommt die europäische CO2-Bepreisung
Das Heizen mit fossilen Brennstoffen wird auch zukünftig teurer. Dieser Trend dürfte sich mit dem europäischen Emissionshandel ab 2028 fortsetzen. Ursprünglich sollte der europaweite Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (EU-ETS 2) bereits 2027 starten. Ende 2025 haben sich die EU-Umweltminister und das Europäische Parlament jedoch auf eine Verschiebung um ein Jahr geeinigt. Ab 2028 wird die CO2-Bepreisung für die Sektoren Gebäude und Verkehr dann nicht mehr national reguliert, sondern über den europäischen Markt durch Angebot und Nachfrage von Emissionszertifikaten gebildet.
Was bedeutet das für die Kosten? In der Startphase bis 2030 wird die EU den Preis noch beobachten und bei extremen Ausschlägen eingreifen können. Dennoch rechnen Experten mit einem deutlichen Anstieg. So prognostiziert das Kopernikus-Projekt Ariadne einen CO2-Preis von rund 120 Euro pro Tonne bis 2030. Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität zu Köln (EWI) geht sogar von 151 Euro pro Tonne aus.
Für Unternehmen, die weiterhin auf fossiles Gas setzen, bedeutet das eine erhebliche Kostenunsicherheit. Die Einnahmen aus dem ETS 2 fließen übrigens in einen europäischen Klima- und Sozialfonds, der Klima-Förderprogramme und die Unterstützung einkommensschwacher Haushalte finanziert.
Gas ist keine zukunftsfähige Heizlösung mehr
Die steigende CO2-Bepreisung ist nur ein Aspekt, warum Alternativen zum Gas gefunden werden müssen. Auch die regulatorischen Rahmenbedingungen wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG) setzen fossile Heizsysteme zunehmend unter Druck, um die Klimaziele erreichen zu können. Außerdem, um einen dritten Aspekt zu nennen, sind fossile Brennstoffe endlich. Möchten wir also auch nachfolgenden Generationen die Möglichkeit bieten, Gas zu nutzen, müssen wir den Verbrauch erheblich reduzieren.
Das bedeutet im Klartext: Die Gasheizung hat ein Verfallsdatum. Unternehmen, die heute noch in fossile Heiztechnik investieren, gehen ein hohes Risiko ein.
Der Übergang: Klimaneutraleres Gas als Brücke
Nicht jedes Unternehmen kann von heute auf morgen auf eine Wärmepumpe oder Fernwärme umstellen. Bestehende Mietverträge, bauliche Gegebenheiten oder betriebliche Abläufe erfordern oft pragmatische Zwischenlösungen. Genau hier setzt LichtBlick mit dem GewerbeGas-Angebot an.
Anders als herkömmliche Gasanbieter bietet LichtBlick die Möglichkeit, dem GewerbeGas einen wählbaren Anteil an zertifiziertem BioGas beizumischen. Dieses BioGas wird ausschließlich aus Rest- und Abfallstoffen erzeugt und reduziert die CO2-Bilanz des gelieferten Gases spürbar. Je höher der BioGas-Anteil, desto geringer der fossile Fußabdruck Ihres Unternehmens.
Darüber hinaus erwirbt LichtBlick für jede Tonne CO2, die durch den fossilen Anteil des GewerbeGas entsteht, Klimaschutzzertifikate des renommierten Gold-Standards. Damit werden weltweit Projekte finanziert, die nachweislich Emissionen reduzieren. Die Netto-CO2-Bilanz wird jährlich durch den TÜV Nord überprüft und zertifiziert.
Unser Fazit: CO2-Bepreisung erfordert sofortiges Handeln
Fossiles Gas wird durch steigende CO2-Bepreisung, europäischen Emissionshandel und gesetzliche Vorgaben jedes Jahr weniger wirtschaftlich. Unternehmen, die frühzeitig handeln, sichern sich Kostenstabilität und positionieren sich als verantwortungsvolle Akteure in einer sich wandelnden Wirtschaft.
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