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Photovoltaik – warum nicht auch auf LKW und Zelten?

Photovoltaik kann mehr als Dächer. Solarfolien und sogar Stoffe können bisher ungenutzte Flächen für den Klimaschutz aktivieren.

Photovoltaik – warum nicht auch auf LKW und Zelten?
Wer an Photovoltaik denkt, hat automatisch Hausdächer oder überdachte Parkplätze im Kopf. Natürlich gibt es auch noch die Freiflächen, auf denen PV-Module aufgestellt wurden. Sie alle haben gemeinsam, dass sie mit starren Modulen ausgestattet sind, die räumlich gebunden sind. Doch ist das schon alles? Es gibt noch so viele weitere Flächen, die täglich der Sonne ausgesetzt sind. Erste Praxisbeispiele zeigen, dass PV und Flexibilität möglich sind. Diese Entwicklungen bergen ein enormes Potenzial für die Energiewende, denn die Masse machts.

Photovoltaik anders gedacht

Das Dresdner Unternehmen Heliatek produziert bereits serienreife Solarfolien für Fassaden, Membrandächer und andere Flächen, die bisher nicht genutzt werden konnten, da sie nicht genug Tragkraft für klassische Module besitzen oder weil der Untergrund zu stark gekrümmt ist. Die Folie ist leichter und flexibel – eine spannende Innovation.
Auch bei LKW und anderen Nutzfahrzeugen zeigt sich bereits ein Fortschritt. Fraunhofer ISE hat gemeinsam mit Industriepartnern über 12 Monate ein 3,2-kWp-Dachsystem aus leichten, starren Solarmodulen erfolgreich erprobt. Die Ergebnisse sind vielversprechend, denn im Sommer deckte es bis zu 25 Prozent des Energiebedarfs eines Kühlfahrzeugs. Im Jahresschnitt lag der Anteil bei bis zu 13 Prozent. International testen andere Anbieter vergleichbare Dachlösungen auch bereits im Fernverkehr.
Stoff und PV? Ja, auch bei Zelten, Sonnensegeln und mobilen Überdachungen ist die Technologie angekommen. So werden in den USA bereits Veranstaltungsflächen, landwirtschaftliche Strukturen und sogar Flugzeughangars mit solarintegrierten Membranen ausgestattet.

Darin steckt Potenzial

Wir reden immer darüber, dass die Energiewende vorangetrieben werden muss. Während die Politik in der Vergangenheit feststeckt, über bürokratische Hürden spricht und auf einen spontanen Durchbruch in der Wasserstoffforschung hofft, gibt es Forschungsinstitute und Unternehmen, die weiterdenken und ausprobieren. Genau das brauchen wir.
Aktuell arbeiten Forschungsgruppen weltweit zudem an Perowskit- und Silizium-Solarfasern, die sich direkt weben lassen sollen. Gelingt das, wäre das der nächste Schritt, denn dann könnten textile Solarzellen die Gebäudehülle, Fahrzeugplane oder Kleidung selbst zum Kraftwerk machen.

Fazit

Die Energiewende gelingt nicht durch eine einzelne Technologie, sondern durch das Zusammenspiel vieler Einzellösungen. Uns stimmen solche Beispiele jedenfalls positiv, denn eins ist klar: Wir müssen so schnell wie möglich ohne fossile Energien auskommen.
Wir sind natürlich nicht alle Forscherinnen und Forscher, doch jeder Mensch und jedes Unternehmen kann mit grüner Energie einen kleinen Beitrag leisten. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, sprechen Sie uns an.