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Solarstromrekord in Deutschland

Der 27. September 2026 wurde zum „Solar Day“ gekürt. Bis zu diesem Tag wurde in Deutschland mehr Solarstrom produziert als im gesamten Jahr 2025.

Solarstromrekord in Deutschland
Bereits Ende September 2026 haben Photovoltaikanlagen in Deutschland mehr Strom erzeugt als im gesamten Jahr 2025. Bis zum 27. September kamen 90,2 Terawattstunden (TWh) zusammen, im Vorjahr waren es insgesamt 90,0 TWh. Das meldete der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Basis der Energy-Charts des Fraunhofer ISE. Der Verband erklärte den 27. September daraufhin zum „Solar Day“.

Die Gründe für den Rekord

Es gibt zwei Faktoren, die dazu beitrugen, dass so viel Strom durch Photovoltaikanlagen erzeugt werden konnte. Einerseits gab es ungewöhnlich viele Sonnenstunden. Andererseits, und das ist der interessantere Faktor, weil wir diesen beeinflussen können, zeigt der kontinuierliche Ausbau der Photovoltaik Wirkung. Neue Anlagen entstehen auf Ein- und Mehrfamilienhäusern, auf Dächern von Gewerbeimmobilien sowie auf Freiflächen.
Und es steckt noch weiteres Potenzial in der Photovoltaik, wenn die gesetzlichen Ausbauziele bis 2030 erreicht werden. Bis dahin ist allerdings noch einiges zu tun, denn aktuell sind etwa 130 Gigawatt in Betrieb – Ziel sind 215 Gigawatt bis 2030.

Auswirkungen auf die Energiekosten

Große Mengen Strom aus erneuerbaren Energien sorgten dafür, dass der Börsenstrompreis gedämpft werden konnte. So erklärte Energy-Charts-Projektleiter Leonhard Gandhi Folgendes: „Hätten die erneuerbaren Energien nicht so stark zur Stromerzeugung beigetragen, wäre der Börsenstrompreis im April 76 Prozent höher gewesen.“
Allerdings ist auch die Kehrseite von Solarstrom am Preis erkennbar. In den Mittagsstunden wird am meisten Solarstrom produziert. Abends und im Winter ist die Erzeugung deutlich geringer. Das bedeutet: In Spitzenzeiten entsteht ein Überangebot und die Preise sinken teils bis ins Negative. Wird weniger produziert, sind die Strompreise tendenziell entsprechend höher. Für Unternehmen ist es daher sinnvoll, in Photovoltaik zu investieren, um unabhängiger vom Strommarkt zu werden. Gleichzeitig gilt es, den Eigenverbrauch intelligent zu steuern und Speicherlösungen einzusetzen.

Die Politik sollte keine neuen Investitionshürden schaffen

Die Nachricht über den Solarstromrekord stimmt positiv, doch es sind schon wieder Wolken am Horizont erkennbar. Die Bundesregierung könnte durch die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und durch das Netzpaket, das den Ausbau regional steuern soll, Investitionen weniger attraktiv machen. So sollen kleine Solaranlagen unter 25 Kilowatt gemäß der Planung, die aktuell im Bundestag beraten wird, ab 2027 keine dauerhafte Förderung mehr erhalten. Nach den Entwürfen soll zudem für Anlagen bis 100 Kilowatt die Direktvermarktung nach einer Übergangsfrist verpflichtend werden.

Unser Fazit

Solarstrom ist längst keine Nischentechnologie mehr, sondern bietet Unternehmen – vor allem energieintensiven Unternehmen – große wirtschaftliche Chancen. Bestehende Unsicherheiten hinsichtlich Förderung und Regulierung sollten Unternehmen daher aus unserer Sicht nicht pauschal abhalten, in Photovoltaik und Speicher zu investieren. Eine sorgfältige Wirtschaftlichkeitsprüfung könnte Klarheit schaffen.
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Bild von andreas160578 auf Pixabay